Kay Philipp Fuhrmann - Künstlerischer Leiter

Kay Philipp Fuhrmann, geboren 1996 in Blexen i.d. Wesermarsch, erhielt seinen ersten Musiktheorie-, Gesangs- und Orgelunterricht bei Johannes Kirchberg (Blexen) und schloss bereits 2013 die C-Chorleitungsprüfung in Oldenburg unter Johannes von Hoff ab. 2015-16 sammelte er prägende Erfahrungen im Umgang mit historischen Orgeln und Musikvermittlung im Rahmen eines Bundesfreiwilligendienstes an der Orgelakademie Stade unter Prof. Martin Böcker.

Zwischen 2014 und 2019 war er als Tenor Teil des Deutschen Jugendkammerchores und des Landesjugendchores Niedersachsen. Konzertreisen mit verschiedenen Klangkörpern führten ihn durch ganz Europa und nach China. Besonders die Arbeit in solistisch besetzten Ensembles ist einer seiner Schwerpunkte. Dafür sammelte er wertvolle Impulse in der “International A-Cappella Summer School” des ehemaligen King’s Singers Stephen Connolly. Von 2016 bis 2019 leitete er das Chorensemble Lieth-Kontrast in Bad Bramstedt. Von 2016 bis 2024 studierte er ev. Kirchenmusik in Hamburg (Chorleitung: Annedore Hacker-Jakobi, Orgel: Matthias Neumann). 2021 übernahm er die Leitung des Neuen Chors Hamburg, 2022 die Leitung des Kodaly-Chors (Hamburg). Seit 2026 leitet er außerdem den Kammerchor “Northern Spirits” in Bremen. 

Als Komponist fertigt er regelmäßig Werke für seine Chöre. Ferner ist er als Tenorsolist häufig in Norddeutschland zu hören, außerdem wird er regelmäßig von Solistenensembles um Mitwirkung gebeten.

Nachdem Kay Philipp Fuhrmann im Frühjahr 2025 nach Bremen gezogen ist, hat der Bremer RathsChor ihn nach seinem sehr erfolgreichen ersten Konzert am 9.11. am 12. November 2025 einstimmig zum neuen Künstlerischen Leiter gewählt.

Keno Hankel, Projektleiter

Keno Hankel (*1991) ist Komponist, Dirigent und Ensemble-Sänger (Tenor). Er komponiert Musik für Orchester, Chöre und Ensembles in unterschiedlichsten Besetzungen. Seit 2020 lebt er in Bremen und arbeitet freiberuflich als Komponist und Dirigent. Er schrieb zahlreiche Auftragskompositionen; u.a. für das »Lucerne Festival«, das »franz ensemble« (ARD-Preisträger), die »Lübecker Knabenkantorei« und die »Junge Philharmonie Karlsruhe«. Zudem ist er als Arrangeur für die »Deutsche Kammerphilharmonie Bremen« tätig. Zu seinem Werkekanon zählen zwei Symphonien, Orchesterwerke, Theatermusik, Kammermusik, Chorwerke sowie ein Oratorium.
2022 gründete Hankel den »Orchid Kammerchor Bremen«, ein professionelles Ensemble, das untypische, anspruchsvolle Konzertprogramme aufführt. Zur mehrfachen Zusammenarbeit kam es bereits mit der »Deutschen Kammerphilharmonie Bremen«, zuletzt beim Adventskonzert für den Bundespräsidenten im Schloss Bellevue (2024). Mit dem Bremer RathsChor hat Keno Hankel im Frühjahr 2025 das Konzert mit Rossinis Petite Messe Solennelle einstudiert und aufgeführt.
 

Antonius Adamske, künstlerischer Leiter von 2020 bis 2025

Antonius Adamske (* 1992) wurde im September 2020 von der Mitgliederversammlung des Bremer RathsChors zum neuen künstlerischen Leiter gewählt.

Kunst und Wissenschaft sind die Eckpfeiler in der Arbeit von Antonius Adamske, die Presse lobt die Authentizität und Entdeckerfreude seiner Aufführungen. Nach Studien in Hannover, Basel und Würzburg und künstlerischen Stationen in Göttingen und Berlin wirkt er zurzeit als Dirigent des Monteverdi-Chors Hamburg  ist als solcher ein regelmäßiger Gast in den großen Konzerthäusern Norddeutschlands. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn seit Jahren mit dem Göttinger Barockorchester, seine Leidenschaft gilt insbesondere der barocken Oper. Einen künstlerischen Namen hat er sich mit zahlreichen Aufführungen von Bühnenstücken und geistlichen Werken des französischen Barock von Lully über Lalande, Desmarest und Charpentier bis hin zu Mondonville, Rameau, Gossec und Gluck gemacht. Von 2020 bis 2025 stand er dem Bremer RathsChor als künstlerischer Leiter vor.

Adamske lehrt an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Gastdirigate und Dirigiermeisterkurse im In- und Ausland sowie eine Vielzahl an Radio- und CD-Aufnahmen dokumentieren seine Tätigkeit. Er wurde zudem in »Historischer Musikwissenschaft« an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg promoviert. Zum Sommersemester 2023 hat Adamske die künstlerische Leitung der traditionsreichen Musikpflege an der Georg-August-Universität Göttingen übernommen.

Jan Hübner, künstlerischer Leiter von 2013 - 2019

Jan Hübner (* 1980) wuchs in Goslar auf und studierte in Greifswald Kirchenmusik mit Schwerpunkt auf historischen Tasteninstrumenten, Improvisation und Gesang.

2006 trat er in Bremen an der Kirche Unser-Lieben-Frauen eine Kirchenmusikerstelle an und setzte ab 2007 an der Hochschule für Künste, Bremen sein Studium der Alten Musik mit Hauptfach Solo- Gesang (Tenor) fort. Dabei war sein Schwerpunkt das gesamte Solo- und Ensemble-Repertoire des Früh- und Hochbarock. Besonders faszinierte ihn die enge Beziehung zwischen Sprache und Musik in den Kantaten von J.S.Bach.

Jan Hübner konzertierte mit bekannten Ensembles, so unter anderem dem Rosenmüller-Ensemble Leipzig und dem Balthasar-Neumann-Chor.

CD Produktionen mit Manfred Cordes, Wolfgang Helbich und Holger Eichhorn runden seine Arbeit ab; erwähnenswert ist dabei die Ersteinspielung des Weihnachts-Oratoriums von J.S.Bach in der solistischen Originalbesetzung von 1734.

Nach dem Tode des Chorgründers Wolfgang Helbich übernahm Jan Hübner die Leitung des Bremer RathsChores bis zum Ende des Jahres 2019.

Jan Hübner hat mit dem RathsChor die Spannbreite der bearbeiteten Literatur vom Barock bis zur Moderne ausgedehnt. Konzertreisen ins europäische Ausland führten nach Paris und Aubazine (Frankreich), Riga (Lettland), Sarajevo und Mostar (Bosnien-Herzegowina), Odessa und Czernowitz (Ukraine).

Wolfgang Helbich, Gründungs-Chorleiter des Bremer RathsChors 2008 - 2013

Wolfgang Helbich (* 1943 in Berlin, + 2013 in Kassel) war der hochgeschätzte Gründer unseres Chores, den er bis zu seinem überraschenden Tod 2013 leitete. Manche Chorsänger hatten lange Jahre mit ihm zuvor im Bremer Domchor musiziert, bis er 2008 aus Altersgründen aus dem kirchlichen Dienst ausscheiden musste. Er war auch der jahrzehntelang Leiter des von ihm 1971 gegründeten Alsfelder Vokalensembles.

Sein musikalisches Schaffen ist in sehr vielen Aufnahmen in den Rundfunk-Archiven und auf zahlreichen CDs weiter lebendig. 

Über Jahre leitete er zudem den Chor des Musikvereins der Stadt Bielefeld. Helbich lehrte als Professor an der Hochschule für Künste in Bremen und an der Universität Saarbrücken und war musikwissenschaftlich tätig.

Eine von Helmut Schaarschmidt verfasste Würdigung des Schaffens von Wolfgang Helbich, zehn Jahre nach seinem Tod, ist hier zum Download.

Weitere Informationen finden sich in dem ausführlichen Wikipedia-Artikel über ihn.