Der 9. November - Musik und Texte

Ort: St. Ursula-Kirche, Bremen

„Der 9. November hat so viele Gesichter: Freude, Scham, Schuld, Hoffnung. Wer Musik macht, muss sich mit Geschichte beschäftigen – sonst bleibt er oberflächlich.“ (Campino)

Musik:

Heinrich Schütz: Musikalische Exequien SWV 279–281, 3 Motetten: Verleih uns Frieden SWV 372, Gib unsern Fürsten SWV 373, Selig sind die Toten SWV 391

Rudolph Mauersberger: Wie liegt die Stadt so wüst

Francis Poulenc: Un soir de neige

Benjamin Britten: Advance Democracy

Texte zu Ereignissen am 9. November

1918: Ausrufung der Republik

1923: Hitlerputsch

1938: Reichspogromnacht

1989: Mauerfall

Solisten:

Malwine Nicolaus, Franziska Poensgen (Sopran), 

Aaron Schmitt (Altus), 

Florian Stölzel (Tenor)

Francisco Henriques, Lukas Gerber (Bass1 und 2), 

Violone: Dávid Budai

Orgel: Beate Röllecke

Laute: Nik Divall

Bremer RathsChor

Leitung: Kay Philipp Fuhrmann

„Seid Menschen“ Diese Aufforderung der am9. Mai 2025 verstorbenen Margot Friedländer hat sich der Bremer RathsChor als Leitmotiv für sein Konzert am 9. November 2025 gewählt. Der Tag ist für mehr als ein Ereignis der deutschen Geschichte schicksalsträchtig, zum Beispiel die Ausrufung der Weimarer Republik 1918, den Hitlerputsch 1923, die Reichspogromnacht 1933 und den Fall der Mauer 1989. Texte aus Tageszeitungen der jeweiligen Zeit werden die Musik ergänzen. Die Chorwerke „Musikalische Exequien“, drei Motetten aus der Geistlichen Chormusik von H. Schütz sowie die Komposition „Wie liegt die Stadt so wüst“ von R. Mauersberger bringen auf eindrucksvolle Weise in der Klangsprache ihrer Zeit sowohl zum Ausdruck, welches Leid Krieg und Zerstörung über die Menschen bringen wie auch die Hoffnung auf ein Leben in Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit. Dies war auch das Anliegen Margot Friedländers, die durch ihren unermüdlichen Dialog dazu beigetragen hat, jenem Wunsch einen lebendigen Ausdruck zu geben. In diesem Sinn wünscht sich der Bremer RathsChor, sein Konzert zu hören und zu verstehen. Ein Solistenensemble, Beate Röllecke an der Orgel und Nik Divall an der Laute werden den Chor unterstützen. Die Leitung hat Kay Philipp Fuhrmann, der auch den renommierten Hamburger Kodály-Chor leitet.

Hier ist das Programmheft und hier der Einleger mit den von den Solisten verlesenen Zeitungsmeldungen

Vielen Dank an unsere Unterstützer, ohne die dieses Konzert nicht stattfinden könnte:

  • Dr. Christiane und Bernd Rogge-Stiftung
  • Conrad-Naber Stiftung